Motorradwerkstatt Indian
Die alte Indian in der SchubladeIn der Werkstatt riecht es nach altem Öl und abgestandenem Staub.
Mitten im Raum steht sie: die alte Indian.
Der Tank ist stumpf, die Chromteile haben ihren Glanz verloren, und auf dem Sitz liegt eine dünne Schicht Vergessenheit. Doch sie wirkt nicht aufgegeben. Eher so, als habe sie nur die Augen geschlossen und warte auf den richtigen Moment.
An den Wänden hängen Felgen, Dosen und das verblichene Schild „Motorcycle Repair Service“. Auf der Werkbank liegen Werkzeuge, die noch den Abdruck von Händen tragen, die hier einmal gearbeitet haben. Die rote Öltonne steht bereit, als könne jeden Augenblick jemand kommen und den Deckel öffnen.
Früher ist sie über endlose Straßen gefahren.
Durch heiße Tage und kühle Nächte,
mit dem Wind im Gesicht und dem tiefen Grollen des Motors unter dem Körper.
Dann wurde aus „bald“ ein „später“.
Und aus „später“ wurde Stille.
Jetzt wartet sie.
Nicht wehmütig.
- Übergabe
- bereits verkauft